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Studienanfänger*innen

Schön, dass Sie sich für ein Lehramtsstudium Informatik an der Universität Erlangen-Nürnberg entschieden haben. Wir möchten, dass möglichst viele unserer Studienanfängerinnen und -anfänger ihr Studium auch erfolgreich bis zum Abschluss führen. Die folgende To-Do-Liste soll Ihnen daher wichtige Angebote näher bringen und Ihnen den Einstieg in das Studium erleichtern:

  • Erfahrungsgemäß wird der Start in der Informatik mit der Veranstaltung „Algorithmen und Datenstrukturen“ im ersten Semester von den Studienanfängerinnen und -anfängern als sehr aufwändig und arbeitsintensiv wahrgenommen, wenn sie zuvor noch keine Programmierkenntnisse hatten. Auch wenn es explizit nicht zwingend erforderlich ist, erleichtern Sie sich den Einstieg daher ggf. erheblich, wenn Sie sich bereits vor Studienbeginn in die Programmiersprache Java einarbeiten.
  • Kommen Sie zur Einführungsveranstaltung für Studienanfängerinnen und -anfänger der Lehramtsstudiengänge Informatik.  Diese findet traditionell am ersten Vorlesungstag im Wintersemester statt.
  • Kommen Sie zum geselligen Erstsemesterabend der Informatik-Lehramtsstudierenden in der ersten Vorlesungswoche. Sie lernen sich dort untereinander kennen und können sich vernetzen. Eine Einladung dazu erhalten Sie i. d. R. ein bis zwei Wochen vor Semesterbeginn.
  • Achten Sie bei der Stundenplangestaltung auf die relevanten Prüfungsordnungen. Konkret bedeutet das, dass Sie bei der Studienplanerstellung denjenigen Veranstaltungen, die zur sogenannten Grundlagen- und Orientierungsprüfung (GOP) gehören, absolute Priorität einräumen müssen, da diese bis zum 3. Semester erfolgreich abgeschlossen sein müssen.
  • Nutzen Sie die Vorbereitungskurse zu „Algorithmen und Datenstrukturen“. Auf den Webseiten der Fachschaft Lehramt Informatik finden Sie jeweils das aktuelle Programm der offiziellen „Erstsemestereinführung“, die bereits in der Regel zwei Wochen vor Vorlesungsbeginn startet. In den Wochen vor Lehrveranstaltungsbeginn gibt es i. d. R. ein unbetreutes Informatik-Repetitorium als virtuellen Online-Kurs für Programmierneulinge bzw. zum Auffrischen des Schulstoffes sowie ein ein Mathematik-Repetitorium.  Außerdem wird i. d. R. eine Einführung in das Betriebssystem Linux/Unix angeboten. Auch wenn all diese Angebote keine explizite Voraussetzung für die Aufnahme eines Lehramtsstudiums Informatik darstellen, so können die dort vermittelten Kenntnisse den Einstieg durchaus erleichtern. Beachten Sie ggf. die Anmeldezeiträume.
  • Richten Sie sich Ihre persönliche Arbeitsumgebung für das Studium an der FAU und zu Hause ein. Aktivieren Sie Ihre Uni-E-Mail-Adresse und richten Sie sich einen CIP-Account (CIP – Computer Instruction Pool) ein. Den Account benötigen Sie, um die Rechnerräume an der Universität nutzen zu können. Unter anderem wie dies geht, erfahren Sie auf der Starthilfe-Seite des Rechenzentrums. Richten Sie sich auf Ihrem heimischen Arbeitsplatz eine aktuelle Java-Entwicklungsumgebung (z.B. Eclipse) ein.
  • Sie werden in verschiedenen Lehrveranstaltungen wöchentliche, schriftliche Hausaufgaben zu bearbeiten haben. Nehmen Sie diese sehr ernst und investieren Sie genügend viel Zeit. Bilden Sie unbedingt und von Anfang an Lerngruppen, um Übungsaufgaben gemeinsam zu besprechen und um sich gemeinsam auf Klausuren vorzubereiten. Auch in Lehrveranstaltungen, wie z. B. „Algorithmen und Datenstrukturen“, in denen explizit Einzelabgaben gefordert werden, können Lerngruppen sehr hilfreich sein, um zumindest eine gemeinsame Lösungsidee zu entwickeln, die jeder einzelne dann individuell umsetzt, oder um verschiedene Lösungen vor der Abgabe im Team zu überprüfen. Da die Lösungen automatisch überprüft und gleiche oder sehr ähnliche Lösungen als mögliche „Plagiate“ „enttarnt“ werden, hemmte dies in der Vergangenheit immer wieder Studierende, zusammenzuarbeiten. Unser Erfahrung nach ist es aber sehr hilfreich, wenn Sie im Team die Aufgaben besprechen und gemeinsam überlegen und skizzieren, wie Sie diese prinzipiell lösen könnten. Wenn jeder die Umsetzung dann für sich macht, ist die Plagiatsgefahr gering. Nach der Umsetzung können Sie in der Lerngruppe und vor der Abgabe noch gegenseitig ihre Lösungen überprüfen. In der Einführungsveranstaltung in das Lehramt Informatik helfen wir Ihnen, solche Lerngruppen zu organisieren.
  • In der Veranstaltung „Algorithmen und Datenstrukturen“ werden Programmieranfängerinnen und -anfängern zahlreiche zusätzliche Hilfestellungen (z. B. Rechnerübungen, Intensivübung) angeboten. Informieren Sie sich bei Bedarf über solche Angebote und nehmen Sie diese wahr.
  • Gerade für Programmierneulinge gilt: sie lernen es nur und definitiv nur dadurch, dass Sie es immer wieder selber tun. Dadurch allein, dass Sie regelmäßig die Vorlesung, Übung und Zusatzangebote besuchen oder viel über Programmierung lesen, erlangen Sie nicht die erforderliche Routine. Es ist wie mit dem Radfahren: das erlernen Sie auch nur dadurch, dass Sie es immer und immer wieder tun und üben und nicht dadurch, dass Sie es sich beliebig oft erklären lassen oder lesen, wie es prinzipiell geht …
  • Nutzen Sie als Programmierneuling die Zeit bis Semesterbeginn, um erste Schritte in Java zu gehen. Dazu können wir Ihnen neben vieler anderer guter Literatur insbesondere auch die folgenden beiden Bücher zum Einstieg empfehlen:
    Müller, Heinrich; Weichert, Frank: Vorkurs Informatik. Vieweg + Teubner 2005. ISBN-13: 978-3519005070
    Louis, Dirk: From Zero2Hero: Java. Markt & Technik 2006. ISBN-13: 978-3827245779
  • Sollten noch Fragen offen geblieben sein, dann nehmen Sie bitte mit der Studienberatung Kontakt auf. Dasselbe gilt für den Fall, dass es im Studium zu Schwierigkeiten (z. B. Prüfung nicht bestanden) kommt. Melden Sie sich rechtzeitig bei uns. Je früher wir von Ihren Nöten erfahren, desto besser können wir helfen.

Modularisiertes Lehramtsstudium und Leistungspunkte

Das Lehramtsstudium nach LPO I (2008) ist in Module strukturiert (siehe Studienpläne), denen jeweils eine sogenannte Leistungspunktezahl (auch ECTS-Punkte; ECTS – European Credit Transfer System) zugeordnet ist (typischerweise 2.5 LP, 5 LP, 7.5 LP oder 10 LP). Diese Leistungspunktezahl quantifiziert den (erwarteten) studentischen Arbeitsaufwand, da ein Leistungspunkt 30 Arbeitsstunden entspricht. Ein Modul, wie z. B. „Algorithmen und Datenstrukturen“ mit angesetzten 10 LP entspricht einem erwarteten Arbeitseinsatz von 10 x 30 Std. = 300 Std. Das Modul „Algorithmen und Datenstrukturen“ setzt sich aus 8 Präsenzstunden pro Woche (4 Vorlesungsstunden, 2 Tafelübungsstunden, 2 Rechnerübungsstunden) zusammen, das entspricht einem Arbeitsaufwand von 8 Std./Woche x 15 Wochen/Semester = 120 Std./Semester. Daraus resultiert ein erwarteter Arbeitseinsatz von 300 Std. (gemäß 10 LP) – 120 Std. (Präsenz) = 180 Std. für Vorlesungsvor- und -nachbereitung, Übungsbearbeitung, Lernen für Klausur etc. verteilt über das Semester.

Das Lehramtsstudium nach LPO I (2008) ist so strukturiert, dass pro Semester Module im Umfang von ca. 30 LP (Informatik + Kombinationsfach + Erziehungswissenschaftlicher Bereich) belegt werden. Diese Zahl basiert auf der Annahme, dass man bei einem Vollzeitstudium ca. 40 Std./Woche an Arbeitszeit investieren kann. Sollte die Summe der Leistungspunkte der von Ihnen in einem Semester belegten Module 30 LP wesentlich überschreiten, dann sollten Sie mit der Studienberatung Kontakt aufnehmen.